NEUE HERGISWALDBRÜCKE

LIEU: 6010 Kriens
ANNÉE DE REALISATION: 2012
REMIS LORS DU: Prix Lignum 2015
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ESSENCE DE BOIS MAJORITAIREMENT UTILISÉE: Epicéa
DÉTAILS DU PROJET: Pont / passerelle, Infrastructure
PORTEUR DU PROJET : Gemeinde Kriens, Daniel Burkart, Kriens
ARCHITECTE/PLANIFICATEUR: Ilg Santer GmbH, Andreas/Marcel Ilg/Santer, Zürich
EXÉCUTION DES TRAVAUX EN BOIS : Walter Hertig AG Holzbau, Walter Hertig, Emmenmatt i.E.
INGÉNIEUR: Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Armand/Jürg Fürst/Vögeli, Aarwangen



DESCRIPTIF :
Die neue Hergiswaldbrücke nimmt durch die Formsprache und die Materialisierung Bezug zur benachbarten, alten Hergiswaldbrücke (Baujahr 1791), welche aufgrund der geringen Durchfahrtsbreiten und der beschränkten Tragkapazität den heutigen Anforderungen aus dem Strassenverkehr nicht mehr genügte. Durch Spiegelung der Form des Druckbogens der alten Brücke wurde bei der neuen Brücke eine bogenförmige Unterspannung als kennzeichnendes Merkmal ausgebildet. Wesentliche Konstruktionselemente der neuen Brücke sind aus Holz.
Das schief gelagerte, einfeldrige Brückentragwerk in Holz-Beton-Verbundbauweise weist eine Spannweite von 38.1m auf. Die Fahrbahnplatte in Beton mit einer Breite von total 8.6m bietet Platz für zwei Fahrspuren von je 3.3m Breite. Die Fahrbahnplatte wirkt zusammen mit den vier Brettschichtholzträgern über Verbundelemente in Stahl als Versteifungsträger. Die beiden in einer geneigten Ebene liegenden parabelförmig verlaufenden Unterspannungen wurden als vorgespannte Stahlbetonverbundquerschnitte ausgebildet. Als Füllglieder sind zwischen den Unterspannungen und den Versteifungsträgern dreieckförmige Aufständerungen angeordnet, welche aus mit Dreischichtholzplatten beplankten Streben in Brettschichtholz bestehen. Für die Ausbildung der Anschlüsse der Unterspannung an die Aufständerungen sowie aller Anschlüsse der Holzbauteile untereinander wurden Anschlussbauteile in Stahl eingesetzt. Die unterspannte Holzkonstruktion diente während des Baus auch als Lehrgerüst für die Fahrbahnplatte. Die geschickte Wahl der Vorspannstufen ermöglichte während der Betonier- und Belagsarbeiten ein genaues Justieren der Nivellette. Um die Widerlagerbauwerke optisch deutlicher als eigenständige Baukörper erscheinen zu lassen, wurden die sichtbaren Oberflächen der Widerlagerbauwerke im Gegensatz zu den Oberflächen des Brückenträgers gestockt ausgebildet.
Das filigrane Brückentragwerk weitet die Grenzen des Einsatzes von Holz im zweispurigen Strassenverkehr aus. Dank dem statischen System des Trägers mit Unterspannung erhöht sich die Spannweite von Holzbrücken für uneingeschränkten Strassenverkehr auf bis 40m.






 
 
 
 
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